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Die Yakuza sind eine Art japanische Mafia, die das Organisierte Verbrechen in Japan, d.h. Drogenhandel, Prostitution, Menschenhandel, illegales Glücksspiel, Pachinko oder Schutzgelderpressung unter ihrer Fuchtel haben.

 

Ya-Ku-Za ist eigentlich die Aussprache einer Zahlenkombination nämlich der 8-9-3, welche bei dem japanischen Kartenspiel Hanafuda (ähnlich dem Black Jack) als völlig wertlos gilt. So sehen sich auch die Yakuza mit einem gewissen Stolz als die "Wertlosen" der Gesellschaft.

 

Die Strassen von Shinjuku in Tokio sind bekannt für den Aufenthalt der heutigen Yakuzas.

In den verschiedenen Yakuza Gruppierungen gilt eine sehr strenge Hierarchie. Die niedrig gestellten Yakuza sind ihren Vorgesetzten absolute Loyalität schuldig. So ist es üblich, das sich ein Yakuza, wenn er einen Fehler, welcher zu einem Gesichtsverlust führt begeht, ihn tilgen kann, indem er sich ein Fingerglied mit einem Tanto und einem Hammer oder einem speziellen Schwert abtrennt. In der Regel wird mit der linken Hand und mit dem ersten Glied des kleinen Fingers begonnen. Älteren Yakuza fehlen deshalb oft einige Fingerkuppen, die sie mit Fingerprothesen ersetzen, um in der Öffentlichkeit nicht sofort als Kriminelle erkannt zu werden.

 

Ein anderes Merkmahl der Yakuza ist das bei ihnen CL- und S- Modelle von Mercedes-Benz, in schwarzer oder auffällig matt-weisser Farbe lackiert, sehr beliebt sind. Doch heute legen die Yakuza wie gesagt keine wert mehr darauf als solche erkannt zu werden, denn seit 1993 ist die Angehörigkeit zu einem kumi (Yakuza Gruppe) in Japan strafbar, was die moderne Yakuza zu immer mehr Arbeit im Untergrund zwingt. So ist auch die tatsche das Yakuza früher als Erkennungszeichen Ganzkörpertätowierungen trugen heute eher nur noch ein Klischee.

 

Die Yakuza in der heutigen Zeit, hat ihren Wirkungskreis bis hin zur Einflussnahme auf Finanzmärkte und politische Korruption ausgedehnt. Sie hat auch bereits versucht, Einfluss auf politische Wahlen zu nehmen, indem Kandidaten zunächst finanziell oder mit "Dienstleistungen" unterstützt wurden, in der Absicht, sie nach der Wahl durch Erpressung zu kontrollieren.

 

Als Tourist braucht man sich grundsätzlich keine Gedanken zu machen was die Yakuza betrifft. Denn die belästigen selten bis nie Fremdländer und wenn man nicht in die entsprechenden Viertel geht trifft man auch keine an.

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Erstelldatum:  17.12.06 16:20
Autor:  Markus Studer
 
Neuste Seite:  16.10.08 19:20
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