|
|

Raum in japanischem Stil mit Tatami-Matten
|
Traditionelle japanische Häuser sind aus Holz erbaut und ruhen auf Holzpfeilern. Die heutigen Häuser allerdings verfügen normalerweise über Räume im westlichen Stil mit Parkett und sind oft mit Hilfe von Stahlträgern konstruiert. Immer mehr Familien in den Städten leben auch in grossen Wohnhäusern aus Stahlbeton.
Zwei grosse Unterschiede im Vergleich zu westlichen Wohnungen bestehen darin, dass innerhalb des Hauses keine Schuhe getragen werden und dass zumindest ein Raum oft in japanischem Stil mit Tatami (Reisstrohmatten) ausgestattet ist. Die Schuhe werden beim Betreten der Wohnung ausgezogen, um den Fussboden nicht zu beschmutzen. Im Genkan oder Eingangsbereich werden die Schuhe an- bzw. ausgezogen und aufbewahrt. Japaner benutzen im Haus üblicherweise Hausschuhe.
Tatami sind ein dicker Bodenbelag aus Reisstrohmatten und werden in japanischen Häusern seit ungefähr sechshundert Jahren verwendet. Eine einzelne Tatami misst normalerweise 191 mal 95 cm und die Grösse eines Raumes wird oft nach der Anzahl der Tatami bestimmt. Ein Fussboden mit Tatami ist im Sommer kühl und im Winter warm, auch bleibt er während der schwülen Monate frischer als ein Teppichboden. |