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Roppongi (jap. 六本木, wörtlich: sechs Bäume) ist Teil des Stadtbezirks Minato, Tokio, mit der Roppongi-Crossing als Mittelpunkt. In Roppongi kreuzen sich die U-Bahnen der Toei Oedo-Linie und der Tokyo Metro Hibiya-Linie.

 

Nachtleben

Roppongi liegt räumlich in der Nähe des Regierungsviertels und damit vieler Botschaften, einer US-Army-Kaserne und -Verwaltung, sowie einer grossen Anzahl von Konzernzentralen international tätiger Unternehmen. Deshalb entwickelte es sich nach dem zweiten Weltkrieg, insbesondere ab den 1960er Jahren, zu einem zentralen Treffpunkt für Ausländer und international orientierter, junger, meist reicher Japaner.

 

Seinen Höhepunkt hatte Roppongis Nachtleben in der Bubble-Economy-Phase in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre, als eine grosse Anzahl von Diskotheken und Bars die Unterhaltungselite anzog. Herausragend war das Velfarre, seinerzeit die grösste Disko Asiens, mit damals herausragender Licht- und Tonanlage. Mit Zusammenbruch der Bubble-Economy zu Beginn der 1990er Jahre gerieten viele der Diskotheken und Klubs jedoch in eine Krise.

 

Nach Kabuki-cho in Shinjuku mit viel Rotlichtmilieu und Shibuya für die Jugend hat Roppongi die drittgrösste Konzentration an Diskotheken und Bars in Tokio.

 

Im Rahmen der Politik der harten Hand gegen Drogen und Prostitution des seit 1999 regierenden Gouverneurs der Hauptstadtpräfektur Tokio, Shintarō Ishihara, gibt es seit 2006 keine Diskotheken mit Lizenzen für Tanzveranstaltungen nach 2 Uhr nachts mehr, und das Nachtleben beschränkt sich weitgehend auf kleine Bars.

 

Einkaufs- und Bürokomplexe

Einen neuen Impuls erhielt Roppongi 2003 durch den fast 2,5 Milliarden Euro teuren Roppongi-Hills-Komplex. Der zentrale Mori-Tower mit einer Höhe von 238 m, über 54 Stockwerke beherbergt u. a. das Mori-Art-Museum, das Virgin-Toho-Grosskino, eine grosse Anzahl von Luxusrestaurants und Markengeschäften, sowie die Büros vieler bekannter Firmen wie Goldman Sachs, Lehman Brothers, J-WAVE, Konami, Rakuten, Livedoor und Yahoo! Japan. Daran angegliedert sind das Grand-Hyatt-Hotel Tokyo, die Studios von TV Asahi sowie zwei Hochhäuser mit Luxus-Appartements.

 

Ein weiterer Schritt wird die Fertigstellung des Tokyo-Midtown-Komplex der Mitsui-Gruppe 2007. Während Roppongi-Hills sich durch seine luxuriös wirkende Bauweise und hohen Mieten auszeichnet und zunehmend Probleme hat Mieter zu finden ist das Midtown-Project auf preislich attraktivere Mieten und Geschäfte ausgelegt und hat eine direkte Verbindung an das U-Bahnnetz.

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Erstelldatum:  26.01.07 18:31
Autor:  Markus Studer
 
Neuste Seite:  16.10.08 19:20
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